Die Sanierung und Erhaltung: Aufgabe für Generationen

Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalschutz (Dr. Reiter) Wiesbaden und dem Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege Propstei Johannisberg, Fulda e.V. (Untersuchungsbericht), den Architekten A. und U. Weisbecker (Bad Orb) und dem Ing. Büro Weber, Frankfurt wurden im Jahr 2000 das Konzept, die Statik und die Ausschreibungen entwickelt.

Der Sanierungsplan sah vier Bauabschnitte vor. Am Nord- und Südende entstanden Ruhezonen und im Mittelteil zwei Durchblicke, die die Reisigbereiche auflockern. Der Mittelgang wurde auf Rollstuhlbreite vergrößert. Schautafeln zeigen die Geschichte der Sanierung.

Stand der Sanierungsarbeiten am Bad Orber Gradierwerk

Die vier Gradierwerksbereiche wurden wie folgt generalsaniert. Es wurden:

  • die aus Bruchsteinen gemauerten Auflagensäulen erneuert
  • alle Längs- und Quer-Lagerbalken erneuert
  • die aus der Erbauungszeit von 1806 stammenden äußeren Eichen- Ständer unten gekürzt und ‚angeschuht’ (unterfüttert)
  • alle zur Konstruktion des Gebäudes gehörigen Ständer und Längs- und Quer- Streben erneuert
  • ein neuer Bohlenboden für die Soleauffangwanne eingezogen
  • die Tragständer für die Dornwände erneuert
  • der Dachstuhl verstärkt und die Eindeckung überprüft
  • die Sanierung der Zugbänder im Dach
  • die Konstruktion der Wanne und deren Abdichtung
  • die Anlieferung des Schwarzdornreisigs und dessen Einbau in den Wintermonaten
  • die Fertigstellung von Laufstegen und Abschlussarbeiten

Am 25.4.2010 war es dann nach fast 10 jähriger Bauzeit so weit, dass auch der 4. Bauabschnitt nach erfolgter Sanierung der Bestimmung übergeben wurde. Viele Ruhebänke wurden in den Ruhezonen im Süd- und Nordteil und in den Zwischendurchgängen aufgestellt, die dankbar angenommen werden. Sie werden gerne genutzt, um auch dort die “Meeresluft” beim Entspannen, Lesen und Gymnastik zu inhalieren.

2011 bis 2015 konnte der massive Kopfbau umfassend restauriert werden.

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